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May 11 2012
Free-Music-Friday: Madslo
Der Free-Music-Friday ist für mich immer eine gute Gelegenheit, über den musikalischen Tellerrand zu blicken. Meistens stelle ich ja doch Musik aus meinen bevorzugten Genres vor, aber immer wieder treffe ich bei meinen Recherchen auf Sachen, bei denen ich spontan denke: Ja, das kann man auch gut hören.
So erging es mir beim kanadischen Trip-Hop-Musiker Madslo, dessen Album “Violence” ich beim Netlabel Dusted Wax gefunden habe. Dort wurde es gestern unter CC BY-NC-ND veröffentlicht, es ist aber tatsächlich bereits 4 Jahre alt. “Violence” bringt 10 Instrumental-Tracks, die aus teilweise recht düsteren elektronischen Klängen und treibenden Rythmen bestehen, garniert mit Film-Samples.
Ansonsten gibt es leider kaum Informationen über Madslo, nur das, was auf seiner Soundcloud-Seite zu lesen ist und das ist nicht viel. Dort hat er aber zumindest ein baldiges Sequel angekündigt.
Madslo im Netz: Archive | Last.fm | Soundcloud
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May 05 2012
Botany Bay – Piracy
Botany Bay mischen sich in die Urheberrechtsdebatte ein, mit einem Rant und dem Song “Privacy” (CC BY):
Den Text des Liedes und den Rant gibt es bei den Musikpiraten, hier nur ein kleiner Auszug:
In letzter Zeit wurden wir oft gefragt, wie es eigentlich sein kann, dass wir als Künstler mit der Piratenpartei sympathisieren. Allein die Frage schon zeigt, dass es viele Missverständnisse aus dem Weg zu räumen gilt — denn wir denken nicht, dass es sich widerspricht, kreativ zu sein, und gleichzeitig neue Wege zur Veröffentlichung und Verwertung zu suchen, die in unsere Zeit und zu den vorhandenen Technologien passen und nicht irgendwann am Anfang des vorletzten Jahrhunderts steckengeblieben sind.
Die gesamte Erklärung unterschreibe ich vorbehaltlos.
Die letzte EP von Botany Bay, “No Excuse”, kann man als CD oder Download bei Bandcamp kaufen.
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May 04 2012
Free-Music-Friday: Zeugshmitz
Wir blicken heute mal wieder über die Alpen, zum südtiroler Netlabel Airbagpromo Records. Dort ist bereits am 08.03.2012 das dritte Album der Alternatve-/Indie-Rockband Zeugshmitz erschienen, mit dem die Band ihr 20-jähriges Bestehen feiert.
“twenty_eleven” heißt das Jubiläumswerk von Gerd Stoll (Gitarre, Gesang), Klaus Balzarek (Gitarre, Gesang), Egon Niederkofler (Bass) und Matthias Pallua (Schlagzeug), die sich zu dem Anlaß auch ein Musikvideo gegönnt haben:
Zeugshmitz im Netz: Facebook | Last.fm | Myspace | Youtube
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Placebo – Fuck U (2009)
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May 03 2012
NLSN
Die Band NLSN (sprich: Nelson) aus Madgeburg hat mit ihrem Debut-Album “Ich trag’ dich mit mir rum” den Beweis abgeliefert, dass gefühlsbetonter deutscher Pop nicht länger nur eine Spielwiese für Sängerinnen wie Suzie Kerstgens (Klee) ist. Christian Hering (Gesang, Gitarre, Mundharmonika) hat zwar Erfahrungen in Punk- und Hardcore-Bands gesammelt, das läßt sich der 38-jährige aber nicht anmerken. Mit weicher, beinahe zerbrechlicher Stimme trägt er seine tiefgehenden Texte vor, die von Schicksal, Liebe und Kindheitserinnerungen handeln. Auch für die Kompositionen zeichnet Hering verantwortlich. Ihm zur Seite steht sein langjähriger Musikpartner Nico Flohr (Bass, Klavier, Gitarre, Drums), der ebenfalls die Rolle des Produzenten übernahm. Nachdem sich die Beiden bereits seit der Schulzeit kennen und immer mal wieder musikalisch zusammentrafen, riefen sie 2010 NLSN ins Leben.
Unterstützt wird das Duo auf “Ich trag’ dich mit mir rum” von Christian Luther (Satzgesang, Slide-Guitar) und Angela Peltner (“Angela’s Park”), die das Duett “Im Traum schlafen” mitsingt, das aber nur eine von 10 Perlen auf dem Album ist. Gefühlvolle Pop-Songs zwischen Singer/Songwriter und Akustik-Folk laden zum fallen und tragen lassen ein. NLSN verschenken ihr Debut als Download und erklären in einer belliegenden Videonachricht ihre Beweggründe: “In erster Linie wollen wir, dass unsere Musik von vielen Leuten gehört wird”. Und nicht nur das, auch die Weitergabe und das Teilen der Musik und des Download-Links ist ausdrücklich erwünscht, solange es für private Zwecke erfolgt (CC BY-NC-ND). Der Download-Datei liegt außerdem das komplette Artwork der CD bei, die für 10 Euro direkt über die Band erworben werden kann.
Wer seiner Begeisterung mit klingender Münze Ausdruck verleihen will, der kann via Bandcamp einen beliebigen Betrag in den virtuellen Gitarrenkoffer werfen:
Ich trag’ dich mit mir rum by NLSN
Am 06.05.2012 werden NLSN zu Gast bei Radio Fritz vom rbb sein, in der Sendung “Unsigned“, sowie am 08.05.2012 bei Pop10Live, einem Musikmagazin im OK Magdeburg, das auch als Internet-Stream übertragen wird.
Und wer Lust hat, sich von den Live-Qualitäten der Band zu überzeugen, hat dazu in diesem Monat auch die Gelegenheit auf ihrer “Akustik-Tour 2012″:
09.05.2012 – Berlin – der dritte Raum
10.05.2012 – Leipzig – NochBesserLeben
11.05.2012 – Hamburg – Parallelwelt
12.05.2012 – Köln – Nadine
13.05.2012 – Dortmund – Alter Kiosk
14.05.2012 – Magdeburg – YoungSpeech.de
15.05.2012 – Berlin – A&C
NLSN im Netz: Bandcamp | Facebook | Last.fm | Myspace | Soundcloud | Twitter | Youtube
(Diesen Artikel habe ich für die Musikpiraten geschrieben, wo NLSN Band des Monats Mai ist.)
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Videopremiere: “Mery In Wonderland” von Pretty Mery K
Feiner Indie-Pop von der Elbe (Hamburg und Dresden) stilvoll in Szene gesetzt vom amerikanischen Regisseur Mika Johnson, der japanischen Künstlerin Kaori Mitsushima und dem Schweizer Filmemacher Micha Hilliard:
Pretty Mery K – Mery In Wonderland (2012)
Mery in Wonderland from Art+Practice on Vimeo.
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April 27 2012
Free-Music-Friday: Escarlatina Obsessiva
Ich hatte schon lange keinen Beitrag aus Südamerika zum Free-Music-Friday, diese Woche wurde ich durch eine Rezension von Mick Mercer auf eine Band aus Brasilien aufmerksam. Der englische Musikjournalist, der zwar ein Punk- und Gothic-Rock-Experte ist, aber selten mit CC-Musik zu tun hat, äußerte sich sehr begeistert über das neueste Album von Escarlatina Obsessiva, das den Namen “The Organ Grinders Songs” trägt und bei Zorch Factory Records als kostenloser Download unter Creative Commons BY-NC-ND erschienen ist.
Die Band, genauer gesagt das Duo Escarlatina Obsessiva wurde 2006 von Karolina Escarlatina (Bass & Gesang) und Zaf (Gitarre, Keyboards, E-Drums) gegründet und die Musik lehnt sich Vorbildern wie Siouxie and the Banshees, The Sisters Of Mercy und Xmal Deutschland an, das soll jetzt aber niemanden abschrecken, der mit dieser Stilrichtung nichts anfangen kann, denn so düster sind Escarlatina Obsessiva nun auch nicht und einige Songs kommen sogar mit Ska- oder Cabaret-Elementen daher. Insgesamt eine moderne Umsetzung der klassischen Themen.
Bei Zorch Factory Records sind außerdem die Alben Pandemic (2009) und Endemic (2010) erhältlich, die beiden Alben “Chants of Lethe” (2007) und “Blossomy Parks” (2008) leider nicht.
Escarlatina Obsessiva im Netz: Facebook | Labellos | Last.fm | Myspace | Reverbnation
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Xmal Deutschland – The Girl In The Iron Mask (1989)
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April 23 2012
#ccmusic: Creative Content Vol. 1
Zum heutigen Welttag des Buches und des Urheberrechts hat der Stuttgarter Frauenstammtisch “Missing Link” der Piratenpartei Baden-Württemberg Lieder mit weiblichem Gesang, die unter Creative Commons veröffentlicht wurden, ausgewählt. Sven Krohlas, ehemaliger Moderator der Free-Music-Charts bei Darkerradio, hat daraus den Sampler “Creative Content Vol. 1” zusammengestellt.
Ich freue mich sehr, dass auch meine Band Lichtscheu mit “Träum süß” ausgewählt wurde.
Außerdem sind unter anderem Botany Bay, Obsidian Shell, Zoe.Leela, Unwoman und einige mehr zu hören:
(Bildquelle: Jayal Aheram, CC BY)
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April 22 2012
52 Songs im Dreierpack (Folgen 40 bis 42)
Ein Lied aus meiner Schulzeit über die Schule.
Extrabreit – Hurra, Hurra, die Schule brennt!
Das ultimative Liebeslied: “However far away I will always love you”.
The Cure – Lovesong
Thema 42: Einschlafen / Vor dem Schlafengehen
Die junge Maid träumt einen süßen Traum vom endlosen Schlaf:
Lichtscheu – Träum süß
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April 20 2012
Free-Music-Friday: The Womb
Der in Australien lebende Engländer Alan Driscoll ist mit seinem Bandprojekt The Womb bereits ein alter Bekannten in der Free-Music-Szene. Das schwedische Netlabel 23 Seconds hat am 02.04.2012 bereits das 5. Album von ihm veröffentlicht. “How To Deal With People Who Refuse To Leave A Burning Building” ist allerdings tatsächlich schon das 16. Album von The Womb, die von Driscoll 1998 als Schülerband ins Leben gerufen wurde und schon zahlreiche Line-Up-Änderungen mitgemacht hat. Aktuell ist neben dem Mastermind die Sängerin und Gitarristin Penny Walker-Keefe mit von der Partie, die bereits an zwei Songs im Februar erschienenen Albums “Shelley Avenue” beteiligt war.
Driscoll selbst sagt über “How To Deal With People Who Refuse To Leave A Burning Building“, es sei sein bisher dunkelstes, verrücktestes und vielleicht auch bestes Album. In jedem Fall ist es eines seiner vielschichtigsten und experimentierfreudigsten Werke, vom britischen Indie-Gitarren-Pop über Electronica bis hin zu Urban Trip-Hop reicht die Palette.
Und wie schon erwähnt, auf den Webseiten der Band warten noch weitere 15 Alben, 73 Singles und 8 Compilations auf den geneigten Hörer.
The Womb im Netz: Jamendo | Facebook | Last.fm | Twitter | YouTube
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Witching Hour UK – She’s Alive (1991)
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April 18 2012
Pixies – Free Coachella ’04 Download
Die Pixies verschenken 4 Tracks (U – Mass, Monkey Gone To Heaven, Hey, Caribou) von ihrem Auftritt beim Coachella Festival 2004, dem ersten nach ihrer Wiedervereinigung 2003:
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Wieviel verdient ein angehender Rockstar?
Dieses Video rechnet an einem fiktiven Beispiel vor, wie hoch das Jahreseinkommen einer 5-köpfigen Rockband aus einer Albumproduktion, Downloads und Streaming, Konzerten und Merchandising sein kann:
(via)
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April 13 2012
Free-Music-Friday: Starlight Girls
Die amerikanische Indie-Popband Starlight Girls kommt aus Brooklyn und ist trotz des Namens nur zur Hälfte weiblich, wie man unschwer auf dem Bandfoto erkennen kann. Christina (Gesang/Keyboards/Flöte) und Karys (Schlagzeug/Gesang) haben mit ihren männlichen Mitstreitern Shaw (Gitarre) und Mark (Bass) am 01. April ihre Debüt-EP, die ebenfalls “Starlight Girls” benannt ist, unter CC BY-NC veröffentlicht.
Die Band entstand erst 2011 aus einem Solo-Projekt der Sängerin Christina, das erst als “Christina B” und später als “Christina B and the Starlight Girls” bestand.
Die 5-Track-EP “Starlight Girls” enthält spritzigen Retro-Pop mit den dominierenden Bestandteilen 60er-Jahre Orgel, süßer, teils zweistimmiger weiblicher Gesang und Flötensolos. Das ganze mal verträumt, mal tanzbar und sehr abwechslungsreich.
Starlight Girls EP by Starlight Girls
Für die ruhigen Parts steht “Flutterby“, zu dem es auch ein offizielles Musikvideo gibt:
Nebenbei bearbeiten die Starlight Girls auch Songs anderer Künstler, “All Around And Away We Go” von Twin Sister und “Classic Girl” von Deidre wurden bisher remixt.
Ein weiteres interessantes Projekt von Karys und Shan ist eine Mailingliste, die jeden Monat ein Mixtape mit 10 kostenlosen (wenn auch nicht nicht immer CC-lizensiert) Songs von 10 verschiedenen bekannten und weniger bekannten Künstlern ins elektronische Postfach liefert.
Starlight Girls im Netz: Bandcamp | Facebook | Last.fm | Songkick | Soundcloud | Twitter
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Project Pitchfork – Timekiller (2001)
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April 07 2012
“Det mekaniska undret” – Vom Free-Music-Friday ins NDR-Ostseemagazin
Am Free-Music-Friday vom 29.07.2011 habe ich den Schweden Andreas Österberg und sein Projekt Det mekaniska undret (Das mechanische Wunder) vorgestellt, der eine Begleitmusik für die Göteburger Straßenbahnlinie 11 geschrieben hat. Im Januar ist auch die Redaktion der NDR-Radiosendung “Ostseemagazin” darauf aufmerksam geworden und hat in der Sendung vom 13.01.2012 darüber berichtet, es war übrigens das erste Radiointerview überhaupt für Andreas:
(Fotocredits: Bestimmte Rechte vorbehalten von Andreas Poss)
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52 Songs #39: Toilette
Leider bin ich mal wieder im Blogprojet 52 Songs in Verzug geraten, mir viel aber recht schnell ein Lied zum Thema der letzten Woche ein: “Why does it hurt when I pee? I got it from the toilet seat…”
Frank Zappa – Why does it hurt when I pee?
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April 06 2012
Free-Music-Friday: Neon Zoo
Neon Zoo ist ein weiteres Highlight aus dem Hause AF-Music. Das Duisburger Netlabel veröffentlichte am 30. März das zweite Album der britischen Dark-Rocker, O (CC BY-NC-ND).
Wurden auf dem Vorgänger “Heaven Sin” (Download bei Bandcamp) schon die Abgründe der menschlichen Seele erforscht, geht “O” noch einen Schritt weiter. Düsterer, mit mehr Sex-Appeal und zahlreichen Wendungen, pulsiert das Album zwischen großen mitreißenden Tanzflächenfüllern, wie “Purity” oder “Haunt” und bedrohlich lockenden und rätselhaft faszinierenden Momenten der dunklen Hingabe, die in Songs wie “The Offering”, “The Voyeur” oder “Seethe” durch den Gesang getragen werden.
“O” ist ein Album der anderen Art, in welchem sich 2 Jahre als Audioproduzent manifestieren. “O” kann vieles sein – ein Kreis, ein Ring, ein Loch…oder einfach nur ein Zeichen der stetigen Veränderung. Wie die Liveband wurden die Studioaufnahmen von wechselnden Gastmusikern unterstützt. So gastieren auf dem Album unter anderem Richard (Bass) und Mike (Mitglied der Band Manuskript). Die gebündelte Kreativität, die tiefgründigen Texte und die professionelle Produktion lassen “O” zu einem wahren Meisterwerk werden.
Die kostenlose CC-Edition enthält 11 Songs, die Extended-Version ist mit 6 Bonustracks für 9,90 Euro zu haben.
Neon Zoo im Netz: Bandcamp | Facebook | Jamendo | Last.fm | Myspace
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